Lehren aus einem Jahr Bloggen #1 – Von Schlaf und sterbenden Macbooks

Schlaf

Oder: Warum du so lang nichts von mir gehört hast.

Tatsächlich gibt es Projektflut jetzt seit einem Jahr und ich möchte mich an dieser Stelle bei dir bedanken! Egal ob du von Anfang an dabei warst, immer mal vorbei schaust oder erst neu auf meinen Blog gestoßen bist. Du bist großartig! Danke. :) 

Mein letzter Blog-Artikel liegt ca. einen Monat zurück. Wieso habe ich so eine lange Pause gemacht?

Ich habe mich zum Ende des letzten Jahres ein Bisschen übernommen und keine gute Balance zwischen meiner Ausbildungstätigkeit, meinen Projekten und meiner Freizeit gefunden. Ich kam oft nach 8 Stunden Arbeit nach Hause und konnte nichts produktives mehr anstellen.

Daher hatte ich mir über die Feiertage eine Zwangspause verordnet, die sich in hartem Nichtstun und sehr viel Schlaf geäußert hat.

Und tatsächlich habe ich aus dieser Situation und aus dem kompletten letzten Jahr einige Lehren gezogen die ich mit dir teilen möchte:

Schlaf ist Trumpf!

Nur wenn ich mindestens 7-8 Stunden (erholsamen!) Schlaf pro Tag bekomme bin ich zu irgendetwas zu gebrauchen! Ansonsten schmelzen meine Konzentrationsfähigkeit und Kreativität dahin. Ich habe mich teilweise nicht mehr an die Erkenntnisse aus meinem Schlaf-Experiment gehalten – blöder Anfängerfehler.

Ich kann das nicht genug betonen. Wenn du dich im Tagesverlauf oft müde und antriebslos fühlst könnte es daran liegen, dass du nicht genug oder zu unregelmäßig schläfst!

Backups, Backups, Backups!

Wo wir auch gleich beim nächsten Thema wären: Ich hatte ja mal angekündigt ein kleines E-Book zum Thema „Besser Schlafen“ zu schreiben. Um dieses Projekt stand es auch eine Zeit lang ziemlich gut. Ich hatte schon ca. 3 Kapitel zu Papier gebracht, bis ich mein Macbook mit einem gut platziertem Glas Wasser über den Jordan geschickt habe. Natürlich hatte ich nie daran gedacht ein Backup meiner Daten zu erstellen…

Jetzt weiß ich es besser und zur Zeit ist Dropbox das Backup-Tool meiner Wahl.

Zusatzlehren: 

  • Halte ein Macbook von allen Flüssigkeiten fern! (Ohne Scheiß, Flüssigkeiten sind eine der wenigen Sachen die ein Macbook schneller töten können als du „Apple“ sagen kannst.)
  • Materielle Dinge sind vergänglich.

Ich bin produktiv wenn ich frisch bin

Ich habe vor kurzem meinen kompletten Schlaf- und Arbeitsrhythmus geändert. Normalerweise bin ich ca. 7.30 aufgestanden, von 09.00 bis ca. 17 oder 18 Uhr meinem Day-Job nachgegangen und habe Abends versucht noch 2-3 Stunden Arbeit in mein Projekt zu stecken. 22.30 war dann Schlafenszeit.

Das hat allerdings in letzter Zeit überhaupt nicht funktioniert. Ich kam meistens von Arbeit und konnte nicht mehr produktiv denken.

Mittlerweile stehe ich 05.00 Uhr auf, frühstücke, dusche und setze mich dann ca. 1,5 Stunden an meine Projekte. Etwa um 08.00 Uhr bin ich auf Arbeit und arbeite bis durchschnittlich 16 Uhr. Danach kümmere ich mich um organisatorische Dinge oder entspanne mich um 21 Uhr ins Bett zu gehen.

Ich hatte erst Bedenken ob ich früh am Morgen produktiv sein kann. Allerdings habe ich festgestellt, dass ich am Morgen noch alle meine Reserven zur Verfügung habe, klar denken kann und durch fast nichts abgelenkt werde! (Facebook, Mail etc.)

Es wird ja oft behauptet es gibt „Morgenmenschen“ und „Abendmenschen“. Also Menschen die entweder vor allem morgens oder vor allem abends produktiv sind. Und man könne nicht wirklich etwas daran verändern.

Ich glaube es kommt vor allem darauf an, wann du dich vollkommen auf dein Projekt konzentrieren kannst und ungestört bist.

Ich war bis jetzt der strikten Überzeugung ich sei ein Abendmensch, bin aber mittlerweile am Morgen produktiver.

Daher möchte ich noch ein paar allgemein-gültige Worte jugendlicher Weisheit an dich richten:

Such dir deinen eigenen Weg und reagiere flexibel auf Veränderungen! 

Nächste Woche gibt es Teil 2 dieser Serie. Stay tuned!

//Bild: www.flickr.com/dominicspics/

Kostenloser Newsletter

Trag dich in die kostenlose E-Mail Liste ein und verpasse kein Update mehr!

Kommentare

  1. M. meint

    Stefan,

    ich bin verzweifelt auf der Suche nach deinem E-book zum Schlaf-Experiment.

    DIe letzten beiden Tage habe ich mich (mal wieder) wie gerädert gefühlt nach dem Aufstehen.

    Jetzt bin ich auf der Suche nach neuen Erkenntnissen. Was liegt da näher als meinen persönlich Schlafexperten zu fragen?!

    Also meld dich mal wenn du das liest und sag mir was draus geworden ist.

  2. meint

    Hey Stefan,

    hm – das mit den Backups ist bitter. Meine Wasserflasche steht gerade offen neben mir….und ich war bisher immer zu faul backups zu machen. Was genau legst du in die dropbox? Deine Artikel?

    Cheers und weiter so!

    Ben

    • meint

      Hey Ben,

      ich nutze Dropbox um darin Artikelideen, Projektideen, Mediendateien für Projekte und Scrivener Dokumente abzulegen. Ich finds super weil ich von überall auf meine wichtigsten Dateien zugreifen und auch mal schnell eine Datei hin und her schicken kann. Außerdem ist meine Arbeit jetzt „Wassersicher“ ^^.

      Ich bin echt ziemlich zufrieden mit dieser Lösung, habe aber ehrlich gesagt auch noch nicht geschaut was die Konkurrenz von Dropbox so kann.
      Vielleicht gibt es da sogar noch eine bessere Möglichkeit.

      Beste Grüße

      Stefan

  3. Frowin meint

    Hi,

    viel zu oft liest man solche Berichte von Menschen, die Vollzeit ihren Projekte angehen. Doch ist das die einzige Möglichkeit erfolgreich zu sein? Ich denke nein.

    An deinem Bericht finde ich interessant, dass Du einem „gewöhnlichen“ Vollzeitjob nachgehst und nebenbei deine Projekte verfolgst.

    Letztendlich mache ich auch nichts anderes: Ich studiere einen anspruchsvollen Vollzeit-Studiengang mittlerweile „nebenbei“ und fokussiere mich auf eigene Projekte.

    Freut mich, dass es noch weitere Menschen gibt, die die Sicherheit der klassischen Karriere mit dem Reiz des Selbstständigseins kombinieren.

    Weiter so!

    • meint

      Hey,

      da kann ich dir nur zustimmen. Man kann auch sehr gut nebenbei an Projekten arbeiten. Das kostet zwar ein Bisschen kostbare Freizeit, allerdings steht man auch nicht so unter Druck unbedingt Geld machen zu müssen.

      Planst du denn später eher in die Richtung „klassische Karriere“ oder Selbstständigkeit zu gehen?

      Beste Grüße,

      Stefan

      • Frowin meint

        Hi Stefan,

        den B.Sc. werde ich ganz sicher abschließen. Danach träume ich von ein paar Monaten Selbstständigkeit, je nach dem wie gut es läuft. Vermutlich folgt dann noch der Master.

        Insgeheim träume ich von einer Selbständigkeit, ich dachte allerdings, dass das an sich jeder erstrebenswert findet. Weit gefehlt.

        Ich habe letztens einer Mitstudentin erzählt, dass ich kein Konzern-Sklave werden möchte – sie antwortete „Ich bin gerne Sklave, solange ich auch welche unter mir habe und gut bezahlt werde“. Für mich ist das eine total deterministische Haltung, der größte Teil meines Studienganges folgt dem roten Faden, den die Gesellschaft gespannt hat. Die wenigsten folgen der Vorlesungen und die Lernmotivation geht gegen Null, das wird als „normal“ eingestuft. Die Universität vermittelt eben Theorie und lässt die Studenten nicht an Aufgaben wachsen.

        Stattdessen habe ich beinahe alle Vorlesungen geschwänzt und ein Webprojekt gestartet. Ich war geradezu davon überwältigt, wie fit man sich fühlt, wenn man hochmotiviert ist. Selten habe ich soviel in so kurzer Zeit gelernt. Ich hatte mein Ziel vor Augen und habe alles dafür nötige autodidaktisch erlernt. Im Gegensatz zum Studium bekommt man ein „Gefühl“ für das Thema.

        Zu Schade, dass mir noch nicht in den Sinn kam, wie ich meinen Studieninhalt (Materialwissenschaften,Halbleiter- und Nanotechnologie) mit einer Selbstständigkeit verbinden kann.

        Nun noch ein paar kleine Tipps:

        Du kannst die komplette Festplatte deines Macs mit „FileVault“ verschlüsseln. Während des Betriebes werden alle geforderten Inhalte in echtzeit entschlüsselt. Bis auf eine vernachlässigbare Geschwindigkeitseinbuße hast du keine Einschränkungen (bei SSD).

        Du kannst Dropbox-Accounts mit rund 22GB für ca. 8€ bei ebay erwerben. Die Zugangsdaten kannst du nachträglich ändern. Weiteren Speicherplatz kannst du dir durch zahlreiche Möglichkeiten verdienen, z.B. ein Link hier auf deiner Seite.

        Gruß,

        Frowin

        • meint

          Hey Frowin,

          was du sagst bestätigt mich gerade sehr in den Gedanken die ich mir zu meiner Zukunft mache. Ich finde es sehr schön wie du das theorielastige Studium mit Erfahrungen aus dem „echten Leben“ gegenüberstellst.

          Ich bin zwar noch kein Student aber ich glaube, genau dieser „rote Faden“ dem die meisten folgen wird mich dann daran stören und ich werde meinen eigenen Weg gehen.

          Dein Studiengang klingt ziemlich interessant. Hast du dich schonmal mit deinen Kommilitonen ausgetauscht? Vielleicht gibt es noch andere Querdenker, die eine gute Idee haben. 😉

          Danke für die Tipps mit Filevault und Dropbox! Vilevault werde ich mir mal anschauen und meinen Dropbox-Account habe ich schon vergrößert. :)

          Beste Grüße,

          Stefan

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *